Brennwert oder Heizwert bei Gasheizungen

Viele Nutzer von Heizungen stehen vor der Aufgabe in den nächsten Jahren die Heizungsanlage zu erneuern. Seit 1990 sind mittlerweile 26 Jahre vergangen und auch sehr gut gepflegte Heizunganlagen sind nach 26 Jahren irgendwann am Ende ihrer Kräfte. Nicht zuletzt sind moderne Anlagen auch effizienter, besser regelbarer und passen die Leistung den Anforderungen an.

Seit 2015 dürfen per Gesetz nur noch Brennwertheizungen eingebaut werden. So haben Görlitzer Kunden also keine Wahl mehr zwischen Heizungssystemen. Doch was versteht man überhaupt unter Brennwert?

Bei veralteten Heizwertanlagen wurde der Brennstoff Gas oder Öl verbrannt und damit das Heizungswasser oder Trinkwasser erwärmt. Ein großer Teil der so erzeugten Energie wurde jedoch auch zum Schornstein nach außen befördert.

Brennwertanlagen nutzen die sogenannte latente Wärme die entsteht, wenn dampfförmiges Wasser flüssig wird. Im Abgas der Heizung befindet sich nach dem Verbrennungsvorgang also Wasserdampf der soweit abgekühlt wird bis der über 100°C heiße Dampf zu flüssigem Wasser wird. Diese Energiemenge ist so hoch, das bis zu 10% Brennstoff eingesparrt werden können, weil das Heizungswasser bereits beim kühlen des Wasserdampfes vorgewärmt wird und die Flammen des Brenners weniger Arbeit leisten müssen.

In der Praxis sieht ein Kunde hiervon jedoch wenig, da die Technik seit jahren ausgereift ist. Zwei Merkmale finden sich für den Endkunden jedoch wieder an denen man Brennwertheizungen erkennt.

  1. Es gibt einen Kondensatablauf aus dem im Betrieb immer Wasser läuft. Dieses Wasser ist der kondensierte Wasserdampf der bei kleineren Anlagen problemlos ins Abwasser eingeleitet werden kann.
  2. Die Temperaturen im System sind niedriger weil mit niedrigeren Heizungswassertemperaturen das Abgas weiter abgekühlt werden kann. Deshalb eignet sich eine Fußbodenheizung mit maximal 45°C Vorlauftempertur perfekt für Brennwert Geräte.

Die Abgastemperatur bei Brennwertgeräten beträgt übrigens meist nur ca. 60°C. Damit kann das Abgas in Kunststoffrohren nach Außen geführt werden. Durch den Wasseranteil im Abgas müssen die Abgasleitungen jedoch mit Dichtungen ausgestattet sein.

Informationen rund um die Heizung vom Görlitzer für Görlitzer

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